Die Kommunikation zwischen der Vitotronic und einem PC oder anderem Gerät findet über die Optolink-Schnittstelle statt.

Die Vitotronic benutzt dazu ihre Status-LED's zwischen Manometer und Reset-Knopf. Dabei fungiert die linke LED (rot) zusätzlich zur Störungsanzeige als Infrarot-Empfänger, die rechte LED (grün) als Betriebsanzeige und Infrarotsender. Die Vitotronic sendet im Infrarotbereich mit einer Wellenlänge von 880nm, der Empfänger hat sein Empfindlichkeitsmaximum bei 860nm. Letzterer besitzt aber kein Infrarotfilter, weshalb der Empfänger auch auf Umgebungslicht (störend) reagiert.

Technisch müssen von einem Adapter PC <-> Vitotronic elektrische Signale in Infrarot und zurück gewandelt werden. Diese Optolink-Adapter sind von Viessmann erhältlich, können aber auch selbst gebaut werden(Schaltungen 1).
Internet-Shops, die den originalen Optolink-Adapter anbieten, findet Ihr unter Links.
Die Schnittstelle wird immer mit 4800 bps, 8 Bits, Even Parity (gerade Parität) und 2 Stopbits (4800,8,E,2) betrieben.

Hardware-Handshake wird nicht unterstützt.
Software-Handshake (XON/XOFF) wird nicht unterstützt und muss abgeschaltet werden, da sonst eine Datenbyte, dass zufällig dem XOFF Zeichen entspricht, das Handshake stoppen könnte.
Die Stromversorgung des Infrarotadapters erfolgt üblicherweise über die RS232-Schnittstelle des PC. Der zusätzliche Anschluss einer Spannungsquelle ist nur bei der Schaltung 2 (siehe Adapter Eigenbau, hier über USB-Anschluss) notwendig. Damit das funktioniert, ist es wichtig, dass Anwendungen beim Öffnen der Schnittstelle die DTR-Leitung ("Data Terminal Ready") aktivieren. Dadurch liegt positive Spannung an DTR und der Adapter ist arbeitsfähig. Ist der RS232-Port geschlossen, gibt es nur negative Spannungen auf den Leitungen.
Die Schaltung 3 wurde etwas modifiziert und mit ausführlicher Aufbauanleitung, Dokumentation und Fotos hier dargestellt.
Schaltung 4 verwendet einen USB-Anschluss und stellt einen einen virtuellen COM-Port zur Verfügung. Nach Installation der passenden Treiber (http://www.ftdi.com) verhält sich die Schaltung wie ein "echter" COM-Port. Sie funktioniert wie die anderen Adapter mit der hier verfügbaren Software.
Schaltung 5 funktioniert ähnlich, nutzt aber einen fertig (billig) erhältlichen USB-zu-3,3V-Seriell-Adapter und kommt komplett ohne Löten aus. Sie ist hier beschrieben.
Schaltung 6 kombiniert Schaltung 4 (USB) mit einem LAN Interface. Beide Interfaces sind gleichzeitig nutzbar unter der Voraussetzung, daß wenn ein Interface sendet das andere Interface sich still verhalten muss.
Schaltung 7 ist eine modifizierte Variante des LAN Interfaces, welche direkt an den UART des Raspberry Pi angeschlossen wird.
Schaltung 8 ist ein Board mit CAN , TTL RS232, USB und WLAN über einen ESP8266-01. Die Schaltung ist noch in der Entwicklung.
Schaltung 9 ist eine vereinfachte Variante der Schaltung 8. Es wird ein ESP8266-03 verwendet. Die Schaltung dient nur der Aufzeichnung der Daten auf einer SQL Datenbank auf einer Synology-NAS.


Vitoconnect

Mit Vitoconnect 100 brachte Viessmann 2016 ein neues Modul auf den Markt, das Daten über die Optolink Schnittstelle ausliesst und via WLAN ins Internet (auf Server von Viessmann) überträgt. Damit wird zusätzlich die Garantie für die Anlage auf 5 Jahre erweitert. Viessmann stellt Apps für die Fernüberwachung und Fernbedienung zur Verfügung. Auch wenn Vitoconnect nicht mit allen (älteren) Steuerungen funktioniert, ist das immerhin ein Bekenntnis des Herstellers, dass die Optolink Schnittstelle nicht nur für Inbetriebnahme und Service taugt.